Liebe als Basis des Urvertrauens – Arno Gruen über Empathie.

arno

In der gegenwärtigen politischen Situation erscheint es als Luxus, sich intellektuell mit Liebe und Eros zu befassen. Andererseits sehe ich – ähnlich wie der Psychoanalytiker Arno Gruen / Grün  – gerade in der Liebe die Kraft – vorausgesetzt, dass sie einem Menschen genug früh im Leben geschenkt wird – die spätere usurpatorische Machtansprüche verhindern kann. Die Reflexion darüber scheint mir aktueller denn je zu sein und ich möchte Sie gern auf die Werke von Arno Gruen aufmerksam machen.

Zudem bin ich überzeugt, dass unsere Liebeskraft einen grossen Einfluss auf unseren nahen Umkreis hat und ein Wandel im privaten Bereich auch den öffentlichen Raum nachhaltig zu beeinflussen vermag.

„Die Fähigkeit, empathisch die Welt zu erleben, ist die Fähigkeit, in der Wirklichkeit zu leben. Je mehr wir von der Empathie getrennt sind, desto weniger ist es möglich, im Leben zu stehen, die Bedürfnisse der Anderen und der uns umgebenden Welt wahrzunehmen und angemessen darauf zu einzugehen. Was die Empathie zerstört, nämlich die Nicht-Achtung der Bedürfnisse und Wahrnehmungen des Kindes, ist auch das, was die tiefsten Unsicherheiten entstehen lässt, die dazu führen, das der Mensch anfängt, nach einer absoluten Sicherheit zu jagen, die das Urvertrauen, das wir als neugeborene verloren haben, ersetzen soll. Und dies wird zur Quelle eines Machtstrebens, einer Jagd nach Grösse, Herrschaft, besitz, um dem Albtraum unterzugehen oder zu versagen, zu entkommen.“

Link zum Gespräch mit Arno Gruen über Empathie als Grundlage des menschlichen Zusammenlebens finden Sie hier.

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